Der Hauptausschuss der Stadt Schleswig tagte am Montag, den 31. August 2026, unter dem Vorsitz von Daniel Drews. Der Vorsitzende begrüßte die anwesenden Ausschussmitglieder und Gäste und führte durch eine umfangreiche Tagesordnung mit wichtigen Themen für die weitere Entwicklung der Stadt. Ostseefjord Schlei GmbH: Tourismus entwickelt sich positiv Im Rahmen des wichtigen Beteiligungsmanagements informierte Max Triphaus, Geschäftsführer der Ostseefjord Schlei GmbH (OSF), über die aktuelle Entwicklung der Gesellschaft und der Tourismusregion. Besonders erfreulich ist die erfolgreiche Zertifizierung der Schleiregion als Radreiseregion. Die entsprechende Urkunde wurde vom schleswig-holsteinischen Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) im Rahmen des Norden Festivals feierlich überreicht. Unter dem Motto „Rad fahren, Fjord erleben“ soll damit die touristische Attraktivität der Region für Radreisende weiter gestärkt werden. Auch die Übernachtungszahlen geben Anlass zur Freude: Schleswig-Holstein liegt bei den Übernachtungen 1,3 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. In Schleswig wurden im Jahr 2025 rund 150.000 Übernachtungen registriert – eine absolute Bestleistung. Damit setzt sich die positive Entwicklung nach den schwierigen Jahren während der Corona-Pandemie fort. „Die Zahlen zeigen, dass Schleswig und die Schlei-Region touristisch auf einem guten Weg sind. Die Rekordzahl bei den Übernachtungen ist ein starkes Signal und bestätigt, dass sich unsere Region als attraktives Reiseziel etabliert hat“, so Daniel Drews. Gleichzeitig verändern sich die Gewohnheiten der Gäste. Für die klassische Touristinformation besteht inzwischen ein geringeres Interesse. Viele Buchungen erfolgen spontan und kurzfristig direkt vor Ort. Gespart wird von den Gästen insbesondere bei Gastronomie und Freizeitaktivitäten. Um die Ostseefjord Schlei GmbH für die kommenden Herausforderungen strategisch noch besser aufzustellen, soll nun eine Untersuchung zur Effektivitätssteigerung und strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft erfolgen. „Wir müssen genau hinschauen, wie wir unsere touristischen Strukturen zukunftsfest machen. Gute Übernachtungszahlen sind erfreulich – sie dürfen aber nicht dazu führen, dass wir uns zurücklehnen. Gerade bei den veränderten Erwartungen der Gäste müssen wir unsere Angebote und Strukturen regelmäßig hinterfragen und weiterentwickeln“, machte der Vorsitzende im Nachgang deutlich. Innenstadt: Besucherzahlen zeigen Handlungsbedarf Anschließend berichtete Helge Schütze, Geschäftsführer der Stadtmarketing Schleswig GmbH, über die Entwicklung des Stadtmarketings und insbesondere über die Besucherzahlen in der Schleswiger Innenstadt. Die Entwicklung der Besucherfrequenzen macht deutlich, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht. Für die CDU-Ratsfraktion ist dabei entscheidend, die Innenstadt als lebendigen Mittelpunkt Schleswigs zu stärken. Uns als CDU ist klar, dass eine attraktive Innenstadt nicht von allein entsteht. Wir müssen gemeinsam mit Handel, Gastronomie, Eigentümern und weiteren Akteuren daran arbeiten, dass Schleswig auch künftig eine Innenstadt hat, in der Menschen gerne einkaufen, verweilen und ihre Freizeit verbringen. Neuer Vertreter in der AktivRegion Schlei-Ostsee Der Hauptausschuss beschloss außerdem, Herrn Biermann, der seit dem 1. August 2026 als neuer Fachbereichsleiter tätig ist, als Vorstandsmitglied in die AktivRegion Schlei-Ostsee e. V. zu wählen. Dort wird er den Bürgermeister vertreten. Zusammenarbeit bei der IT-Sicherheit Ein weiterer Beschluss betraf den Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Kooperationsvereinbarung auf dem Gebiet der IT-Sicherheit. Angesichts zunehmender digitaler Bedrohungen und steigender Anforderungen an den Schutz kommunaler IT-Systeme ist eine enge Zusammenarbeit sinnvoll. Ziel ist es, Kompetenzen zu bündeln und die IT-Sicherheit nachhaltig zu stärken. Der Kooperationszeitraum wurde bereits in vorangegangenen Sitzungen erweitert. Illegale Müllablagerungen nehmen weiter zu Für deutlichen Gesprächsbedarf sorgten die Sachstandsberichte zu den illegalen Müllablagerungen im Stadtgebiet. Zum aktuellen Stand wurden 182 illegale Müllablagerungen in diesem Jahr registriert – mit steigender Tendenz. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) führt inzwischen tägliche Kontrollen durch. Illegale Müllablagerungen sind nicht nur ein Ärgernis für die Bürgerinnen und Bürger, sondern beeinträchtigen auch das Erscheinungsbild unserer Stadt und verursachen zusätzliche Kosten für die Allgemeinheit. Wenn möglich, sind Verstöße immer merkbar zu ahnden“, so die CDU-Fraktion. Die CDU-Ratsfraktion begrüßt die regelmäßigen Kontrollen durch den KOD. Gleichzeitig müsse weiterhin geprüft werden, wie Verursacher besser ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden können. Fazit Die Sitzung des Hauptausschusses hat einmal mehr gezeigt, wie vielfältig die Herausforderungen für Schleswig sind. Während die positive Entwicklung im Tourismus Mut macht, besteht insbesondere bei der Innenstadtentwicklung und der zunehmenden Zahl illegaler Müllablagerungen weiterhin Handlungsbedarf. Für die CDU-Ratsfraktion bleibt klar: Schleswig muss seine Stärken konsequent weiterentwickeln, Probleme offen benennen und konkrete Lösungen voranbringen.

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